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aktuell Stand: 29.01.2012

 

 

E C H I N G

Neujahrsempfang der Gemeinde

Zahlreiche Gäste und Ehrengäste – darunter Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer und Bürgermeister Zeitler aus Unterschließheim - konnte Bürgermeister Josef Riemensberger beim Neujahrsempfang der Gemeinde begrüßen, der wegen des Bürgerhaus-Umbaus zum ersten Mal im Foyer des ASZ stattfand. In seiner Ansprache appellierte Riemensberger an die Zuhörer, den Blick auf das Positive zu richten, denn leider bekämen schlechte Nachrichten und Problemberichte stets eine höhere Aufmerksamkeit als die kleinen Dinge des Alltags, die gut funktionieren und so für Zufriedenheit und Freude sorgen. Neben einem Ausblick auf die kommenden Planungen betonte Riemensberger eine Politik, die in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen einen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen als selbstverständlich ansieht. Auch dankte er an dieser Stelle allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Engagement zum Gelingen einer funktionierenden Gesellschaft beitragen. In Eching ist das immerhin fast die Hälfte der Einwohner! Einen galt es an diesem Abend besonders zu ehren: Für seine Jahrzehnte lange Arbeit, besonders für den TSV, wurde Herrn Willi Frömmel die Bürgermedaille der Gemeinde Eching verliehen. Lesen Sie hierzu bitte auch den Bericht des TSV Eching unter unserer Rubrik „Vereine“.


Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Musikverein St. Andreas und „HOBLE“, dem Quintett des Symphonischen Blasorchesters. Angesichts der schwierigen Akustik im ASZ meisterten die Musiker die Situation ganz phantastisch, traten sie immer aus verschiedenen Raumwinkeln auf, oder auf dem Balkon im ersten Stock, was für die Zuhörer den Eindruck von Turmbläsern entstehen ließ – ein geschickter Kunstgriff. (Text: pl, Fotos: Dagmar Zillgitt, Heinz Müller-Saala)

Gut gefüllt war das Foyer des ASZ beim Neujahrsempfang der Gemeinde am .6. Januar.
Willi Frömmel wird von Bgm. Riemensberger mit der Bürgermedaille ausgezeichnet.
 
 
Walburga Buchmeier (li.) und Irene Nadler, tragende Säulen des ECHINGER FORUM
v.l. Heinz Müller-Saala, Wolfram Ebenhöh, Ehrenbürger Erhard Engelhardt, Günter Zillgitt, Sylvia Jung
 
 
Amtierende Kartoffelkönigin Elisabeth Schredl
Gute Gespräche...
 
 
Günter Lammel, Archivar der Gemeinde Eching mit Gatti
…fanden sich an diesem Abend...
 
 
Ehrenbürgerin Elfriede Liebl, Dr. Helmut Liebl
Uns macht es Spaß, für Sie zu berichten! Dagmar Zillgitt, 2. Vorsitzende des EF, Patricia Linner, leitende Redakteurin
 
 
Sorgten für einen gelungenen musikalischen Rahmen: Das Quintett des Symphonischen Blasorchesters: HOBLE
Reibungsloser und freundlicher Service des Café Central
 
 
Geballte Frauenpower: der Vorstand des ECHINGER FORUM ist 100% weiblich: v.l.: Redaktionsleiterin Patricia Linner, 1. Vorsitzende Irene Nadler, 2. Vorsitzende Dagmar Zillgitt (nicht dabei an diesem Abend Schriftführerin Ute Hahn und Kassiererin Traudl Mandausch
… an allen Tische
   
Bürgermeister-Kollegen: v.r.: Bgm. Riemensberger, Bgm. Zeitler mit Gattin
Alt-Bürgermeister Dr. Rolf Lösch mit Gattin, re. im Bild Barbara Schefold
   
…sowie der Musikverein St. Andreas


Eine Rotkreuzpersönlichkeit wird in den Ruhestand verabschiedet.

Albert Söhl / Der BRK Kreisverband Freising verabschiedete in einer Feierstunde den Echinger Dienststellen-Leiter Herrn Günther Rössler in den verdienten Ruhestand. Zahlreiche Gäste wie der Echinger Bürgermeister, Herr Josef Riemensberger, der ehemalige Bürgermeister Herr Dr. Enßlin, der BRK Kreisvorsitzende und Kreisrat Herr Anton Neumaier, viele Notärzte, ehemalige Kollegen von der Rettungsleitstelle, Vertreter der Feuerwehr und der Polizei und auch die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Rotkreuzler und Rotkreuzlerinnen ließen es sich nicht nehmen, ein Echinger Rotkreuz-Urgestein in seinen dritten Lebensabschnitt zu verabschieden.

Viele Ehrengäste verabschieden den Echinger Dienststellenleiter des Bayerischen Roten Kreuzes Herrn Günther Rössler in den Ruhestand.
(v. links Stefan Maidl, Kommandant Feuerwehr Eching, Peter Vogtleitner, Leiter der Polizeiinspektion Neufahrn, Albert Söhl, BRK Kreisgeschäftsführer, Anton Neumaier, BRK Kreisvorsitzender, Günther Rössler BRK Dienstellenleiter Eching, Dr. Joachim Enßlin, ehem. Bürgermeister Eching, Frau Marga Rössler, Hubert Böck, Leiter Rettungsdienst BRK Freising, Josef Riemensberger

Herr Rössler wurde am 22. Juli 1947 in Ansbach geboren, nach seinem Schulabschluss im Jahre 1962 erlernte er in Ansbach den Beruf als KFZ Handwerker den er mit der Gesellenprüfung im Jahr 1966 abschloss. Anschließend arbeitete Herr Rössler als Kraftfahrer. 1968 heiratete Herr Rössler seine Frau Marga Adelheid und nach der Geburt der gemeinsamen Tochter entschloss sich die junge Familie 1970 von Franken nach Moosburg in Oberbayern umzuziehen. In Moosburg arbeitete Herr Rössler als Schlosser bei der Fa. Steinbock. Im Herbst 1971 erfuhr Herr Rössler, dass für die Dienststelle Moosburg ein weiterer hauptberuflicher Mitarbeiter für den Krankentransport und Unfallrettung gesucht wurde. Er bewarb sich und bekam diese Stelle im September 1971. Also vor über 40 Jahren ist Herr Rössler in die Dienste des Roten Kreuzes als hauptamtlicher Mitarbeiter eingetreten. Herr Rössler war schon vier Jahre Mitglied des Jugendrotkreuzes in Ansbach und seit 1970 Mitglied im der Sanitätskolonne Moosburg. Nach den notwendigen Ausbildungen sprich Erste Hilfe Kursen und Sanitätsausbildungen, dem Lehrgang Krankentransport und Unfallrettung und dem vorgeschriebenen Klinikpraktikum unter dem sehr geschätzten aber leider viel zu früh verstorbenen Chefarzt der Anästhesie, Herrn Dr. Franz Zistl, legte Herr Rössler am 20. März 1975 die Prüfung als Rettungssanitäter mit Erfolg ab. Noch im gleichen Jahr wechselte Herr Rössler nach Eching in die dortige Rettungswache. 1976 übernahm Herr Rössler nach dem Unfalltod von Herrn Otto Grünwald dessen Stelle als Dienststellenleiter bis zum 31. Dezember 2011. 1990 erhielt Herr Rössler im Zuge des neu geschaffenen Berufsbildes des Rettungsassistenten, die Anerkennung die Berufsbezeichnung Rettungsassistent zu tragen. Als Einsatzleiter Rettungsdienst für den Bereich Eching und später als Organisatorischer Einsatzleiter bei Großschadensereignissen engagierte sich Herr Rössler neben seinem Beruf auch weiterhin ehrenamtlich für das Rote Kreuz im Landkreis Freising. Die Arbeit am Glückshafen und als Ausbilder für die Breitenausbildung darf hier nicht unerwähnt bleiben. Auch für den Hausnotrufdienst war er immer bereit bei unseren zahlreichen Kunden im Notfall und auch außerhalb der Arbeitszeit zu helfen - sprich wenn jemand unverletzt gestürzt war und selbst nicht mehr aufstehen konnte. Herr Rössler war Ansprechpartner für Behörden, wie die Gemeinden Eching und Neufahrn, die Polizei, die Feuerwehr und den zahlreichen Echinger und Neufahrner Vereinen, wenn es um die Belange des Rettungsdienstes und des Roten Kreuzes Eching ging. Herr Rössler kümmerte außerordentlich um die Liegenschaft des Echinger Roten Kreuzes. Er war immer Ansprechpartner für die Bereitschaft, die Wasserwacht und für das Jugendrotkreuz in Eching. Als Dienststellenleiter sorgte Herr Rössler für einen reibungslosen Ablauf des Dienstbetriebes und somit für ein hohes Ansehen des Roten Kreuzes in der Bevölkerung in und um Eching herum.
Wir wünschen Ihm alles erdenklich Gute vor allem Glück und Gesundheit in seinem neuen Lebensabschnitt.

Der BRK Kreisgeschäftsführer Albert Söhl (links) überreicht Dienststellenleiter Günther Rössler ein kleines Abschiedsgeschenk, mit auf dem Foto die Ehefrau Marga Rössler.


Strom und Wärme in der Frühlingstraße

Norbert Lichtenfeld / Seit Mitte Oktober läuft in der Frühlingstraße 4 a/b eine Kraftwärmekopplung und hat bis Mitte Dezember bereits 5.500 kWh Strom produziert und das Haus mit Wärme versorgt.

Im Frühjahr 2010 hatten die Eigentümer beschlossen, sich Gedanken zur Ablösung der alten Heizung zu machen. Dabei wurden die verschiedensten Alternativen einschließlich Solarthermie untersucht. In diesem Frühjahr fiel dann die Entscheidung zu Gunsten einer Kraft-Wärme-Kopplung, bei der ein Motor einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Mit der Abwärme des Motors wird das Haus geheizt. Im September wurde dann ein Vertrag mit der Fa. Volthaus als Wärmecontractor geschlossen. Dabei werden für die Beteiligten folgende Vorteile erzielt:

1. Die Eigentümer müssen nicht investieren (die Investition bezahlt die Fa. Volthaus).

2. Die Mieter bezahlen für die Heizung den gleichen Betrag wie bisher. Die Preisänderung ist an dem Gaspreisindex des statistischen Bundesamtes gekoppelt und nicht mehr an die Gaspreisänderung eines Anbieters. Sie können von Fa. Volthaus den Strom zu sehr günstigen Konditionen beziehen. (Leider sind die Arbeiten durch Engpässe bei der Fa. Eon noch nicht abgeschlossen. Dieser Punkt kommt also erst im nächsten Jahr den Mietern zugute).

3. Fa. Volthaus tätigt eine Investition und verdient damit Geld.

Insgesamt können alle Beteiligten also zufrieden sein, das Haus wird in der Stromversorgung unabhängiger und nebenbei werden pro Jahr durch den höheren Wirkungsgrad ca. 25.000 kg CO2 Ausstoß vermieden.

 

Ausstellung im Diözesanmuseum Freising: “Von Korbinian bis Lichtmess“ Grundschule an der Nelkenstraße gewinnt den Malwettbewerb

Claudia Lutz / Anlässlich der Ausstellung „"Von Korbinian bis Lichtmess“ nahm die Grundschule an der Nelkenstraße an dem ausgeschriebenen Malwettbewerb teil und wurde zum 1. Preisträger gewählt.

Die katholische Religionsgruppe der Klassen 4a/b lernte zusammen mit ihrer Lehrerein Claudia Lutz die einzelnen Legenden kennen. Da die Heiligenfeste von Hl. Martin, Korbinian, Barbara, Nikolaus, Drei Könige und Maria Lichtmess sich zeitlich um das Weihnachtsfest anordnen, sollte dies auch optisch in einem Stern zum Ausdruck kommen. So kann man in der Sternmitte die Krippe sehen, wobei in den Sternspitzen die jeweiligen Heiligen mit einer Fürbitte dargestellt sind. Ebenso wurde die Rückseite des Sterns gestaltet.

Die übrigen Bilder der Klassengemeinschaft verschönern zurzeit die Schulaula.

 

IKEA Eching sponsert die Kindergarde

Robert Hildebrandt / IKEA  München-Eching und die Kindergarde der Narrhalla Heidechia e.V. gehen in der Faschingssaison 2012 gemeinsame Wege. Das Prinzenpaar Laura I. und Niclas I. nahmen die gesponserten Trainingsanzüge von der Geschäftsleitung IKEA München-Eching noch kurz vor Weihnachten in Empfang. Natürlich in den traditionellen Farben von IKEA blau/gelb. Da viele Auftritte anstehen, wird das Kinderprinzenpaar nebst Kinder-Hofmarschall Alexander I. (Prinz 2011) in der Saison 2012 privilegiert im gesponserten Prinzenpaar-Wohnmobil reisen.

N A C H B A R G E M E I N D E N

(hier liegen diesen Monat keine aktuellen Meldungen vor)

E C H I N G E R - F O R U M gratuliert

(hier liegen diesen Monat keine aktuellen Meldungen vor)

E C H I N G E R - K Ö P F E

EF-Porträt: Bernhard Ganter

P. Linner / Wir stellen es immer wieder fest: Sie müssen nicht die Hochglanzmagazine der privaten Fernsehsender anschalten, und Sie müssen nicht weit fahren, um außergewöhnliche Persönlichkeiten kennen zu lernen. Viele von ihnen leben mitten unter uns. Und einer von ihnen ist der in Dietersheim lebende Schriftsteller und Journalist Bernhard Ganter.
Vielen ist er spätestens dann ein Begriff, wenn die Namen der Kultmagazine „Fix und Foxi“ und „Bussi Bär“ fallen, denn hierfür hat Ganter unzählige Geschichten geschrieben. Doch auch diejenigen unter Ihnen, die sich an den bayerischen Fernseh-Leo erinnern, werden jetzt sagen: „Ja, genau!“.

EF traf ihn zum Gespräch. Bernhard Ganter, Jahrgang 1944, hat eine bunte Vita. Mit 16 Jahren ist er von zuhause ausgerissen und mit dem VW-Bus durch Europa getingelt. Doch ein festes Ziel hatte er immer vor Augen: Er wollte schreiben. Später dann studierte er Literatur und schrieb für verschiedene Zeitungen, Journale und TV-Sender, unter vielen anderen auch für das Bayerische Fernsehen. Er war ein echtes Kind seiner Zeit, die Fotos an der Wand zeigen ihn mit allen Großen, an die man sich ebenfalls gerne erinnert: Willy Harlander, Bibi Johns, Bruni Löbel, Gisela Schneeberger, Bruno Jonas, Ottfried Fischer, um nur einige zu nennen, mit denen er sich regelmäßig in München am Künstlerstammtisch traf.

Ich lernte Bernhard Ganter auf der Märchenlesung in der Bücherei kennen, doch das Repertoir seines schriftstellerischen Schaffens geht weit über Kindergeschichten hinaus. Die Ideen und Themen, aus denen er seine Romanfiguren entwickelt, sind komplex und schwierig und gehen mitunter an die Nieren. Seine bevorzugten Protagonisten sind Außenseiter und Antihelden. Teils über mehrere Jahre recherchiert er seine Geschichten und begibt sich dabei ob der Brisanz der Themen nicht selten selbst in Gefahr. In seinem Roman „Herzlos“ geht es um Organhandel, „Das Jahr der Rosen“ ist die Charakterstudie eines Seelenverfalls – ein Mann verzweifelt daran, dass seine Frau vergewaltigt wurde.
Seine Ideen bezieht Ganter aus realen Ereignissen. Er ist ein aufmerksamer Zuhörer, interessiert sich für Menschen. Seine Lebenserfahrung und immer noch vorhandene Neugier lassen ihn Tatsachen dann gekonnt mit Fiktion verbinden, so dass sich fesselnde Krimis daraus entwickeln. „Herzlos“ wurde gar ins Chinesische übersetzt und erschien in China mit großem Erfolg.


Foto. I. Nadler

Entspannt und dennoch zielstrebig: Die Figuren seiner Romane  entwickelt Bernhard Ganter mit akribischer Genauigkeit.


Sabine Palitzsch – Ehrenbürgerin der Gemeinde Eching

D.Zillgitt / Pünktlich zu ihrem 68. Geburtstag wurde Frau Sabine Palitzsch zur Ehrenbürgerin der Gemeinde Eching ernannt. „In dankbarer Anerkennung und Würdigung ihrer großen Verdienste um die Gemeinde Eching hat der Gemeinderat Frau Sabine Palitzsch die Ehrenbürgerwürde verliehen“, zitierte Bürgermeister Josef Riemensberger den Wortlaut der Ehrenurkunde, die er überreichte. Besonders hervorgehoben hat Bgm. Riemensberger das ehrenamtliche Engagement der Jubilarin. Sie war von 1978 bis 2008 Gemeinderätin in der SPD Fraktion und vom 01.09.1998 bis 30.04.2002 übernahm sie das Amt der 2. Bürgermeisterin. Als Gründungsmitglied der VHS Eching hat sie diese über viele Jahre mit geprägt. Sie ist noch immer im Vorstand der VHS aktiv. Auch als Dozentin begleitete sie den Werdegang der VHS. In den Jahren 1982 bis 2002 war sie Mitglied im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Eching, sowie Kirchenvorsteherin des Sprengels Eching. Ihre Freude an der Musik konnte sie im evangelischen Posaunenchor verwirklichen. „Wir waren zwar nicht immer einer Meinung“ endete die Rede des Rathauschefs, „aber es war eine konstruktive Zusammenarbeit. Und am Ende zählt nur das Ergebnis. Dafür danke ich meiner ehemaligen Kollegin Sabine Palitzsch“.


Dr. Arndt Palitzsch freute sich mit seiner Frau Sabine über die Urkunde anlässlich der Ernennung zur Ehrenbürgerin, die Bgm. Josef Riemensberger überreichte.


Erhard Engelhardt

(Ehrenbürger von Eching bei Freising)

Der Ehrenbürger von Eching, Erhard Engelhardt, wurde im oberfränkischen Geroldsgrün im Jahre 1940 geboren. Ein junger Mann vom Dorf, der sich an Fußball und Trompete spielen orientierte und dessen Hobby das Mittelstreckenlaufen war. Nach dem Abitur ging Engelhardt zum Mathematik- und Physikstudium nach München, wo er auch seine Frau Wilma kennen lernte. Erhard und Wilma heirateten im Mai 68 und zum September 68 hatte er eine Anstellung bei der Stadt München als Lehrer für Mathematik und Physik bekommen.

Auf die Frage hin, wie er denn nach Eching gekommen sei, fing Engelhardt das Lachen an und meinte „es war ein Witz“, eine besondere Geschichte, die so nur das Leben schreiben kann: Er hatte jetzt seine Anstellung bei der Stadt München, aber er, der Junge vom Land, wollte niemals in einer Großstadt wohnen, eher in der Peripherie. Die junge Familie fand über die Zeitung einen Makler in Neufahrn und vereinbarte ein Treffen. Auf der Hinfahrt erblickten beide mit großem Entsetzen die Hochhäuserfront von Neufahrn und entschieden sich sofort gegen den Termin. Sie wendeten noch vor Neufahrn, fuhren auf ihrem Rückzugsweg, eher Fluchtweg, durch das unbekannte Eching und kehrten zu einer Stärkung beim Huberwirt ein. Engelhardt fragte die damalige Bedienung Anni, ob´s denn in Eching auch Wohnungen zu mieten gäbe. Anni verwies auf den Stammtisch und zeigte auf den anwesenden Echinger Makler Gamon. Dieser erklärte, dass am Waldweg einige Wohnungen fertig gebaut würden, darunter eben auch eine bezahlbare 3- Zimmer-Wohnung. Sein neuer Nachbar wurde ein junger Bursch‘ namens Joachim Enßlin. Ja, das Schicksal meinte es schon gut mit ihnen, und so ergab sich eins nach dem Anderen. Eine nette Geschichte, die er niemals vergessen wird. Seit über 42 Jahren wohnt die Familie jetzt in Eching und ist darüber sehr glücklich. Auf die Frage hin, was er besonders an sich schätze, meint Engelhardt, zum einen seine Gabe, dass er sich über nichts so schnell aufregen kann und zum anderen, dass er aus einfachen Verhältnissen heraus sein Abitur und sein Studium in Mathematik und Physik gemacht hat. Zu seinen wichtigsten Stationen in seinem Leben zählt an erster Stelle natürlich seine Familie. Engelhardt ist jetzt über 42 Jahre mit seiner Frau Wilma verheiratet, und sie sind besonders stolz auf ihre beiden wunderbaren Töchter. Sehr gerne geht Engelhardt mit seiner Frau auf Reisen und schwärmt von vergangenen Reisezielen wie z.B. Mexico, China, Nepal, Russland, natürlich so gut wie alle EU Länder, Ägypten, Südafrika usw. Australien fehlt bei der Auflistung.

Engelhardt gilt als Vater der VHS Eching, die vor 40 Jahren in Eching gegründet wurde. Wie kam es dazu? „In unserem Eck, dem Waldweg, wo wir wohnten, überlegten sich ein paar Köpfe, wie Joachim Enßlin, Max Egersdoerfer u.a. „in Eching könne man was für die Bildung tun“. Naiv wie ich damals als Junglehrer noch war, gründeten wir einen Verein, holten Neufahrn mit an Bord, und so wurde ich 1. Vorsitzender und Leiter der VHS. Erst nachher merkte ich, wie aufwendig und anstrengend das Ganze in der Gründungsphase war. Es hat uns allen schon großen Spaß gemacht, und so wuchs unsere Bildungsinitiative für Eching bereits nach einem Jahr auf über 1.000 Zuhörer. Nach drei Jahren war das für mich nebenberuflich einfach zu viel und ich gab den 1. Vorsitz ab, aber ich bin seit über 40 Jahren im Vorstand der VHS dabei und es macht mir auch heute noch immer Spaß.“ Aber auch die Musik hat es Engelhardt angetan. Mit Herrn Hübner zusammen gründete er den damaligen Posaunenchor der evangelischen Kirche in Eching, wo er bis 1984 aktiv dabei war. Trompete und Flügelhorn waren seine Instrumente. Bereits im Alter von 9 Jahren, als er Chorschüler war, lernte Engelhardt Trompete spielen. Viel Übung und Spaß an der Freude sorgten dafür, dass er Gefallen an der klassischen Musik fand und leidenschaftlich gerne spielte. Politisch war Engelhardt über 30 Jahre im Gemeinderat vertreten, davon 12 Jahre als 2. Bürgermeister von Eching. Hauptamtlich wollte er niemals 1.Bürgermeister werden, dazu liebte er seinen Beruf zu sehr, und so blieb er hauptberuflich Rektor an der städtischen Realschule in München. Was ihm in Eching ganz besonders gefällt, darauf antwortete Engelhardt mit einem Lächeln im Gesicht „das Freizeitgelände“. Auf die Frage, was er in Eching ändern würde, „ja das ist eine schwierige Frage, aber der Verkehr, der eine große Rolle spiele, ist schon ein Problem hier in Eching.“

Ich wünsche Herrn Engelhardt und seiner Familie jedenfalls alles Gute für die Zukunft und finde es äußerst bemerkenswert, wie die Hochhäuserfronten von Neufahrn dafür gesorgt haben, dass sich die Familie Engelhardt hier in Eching niedergelassen hat. „Oft trifft man sein Schicksal auf Wegen, die man eigentlich eingeschlagen hatte, um ihm zu entgehen.“

Hier das Interview als Film. Viel Spaß beim schauen.

 

Filmbeitrag: Günter Zillgitt



Walburga Buchmeier

(Ehrenbürgerin von Eching bei Freising)

Die Ehrenbürgerin von Eching WALBURGA BUCHMEIER

wurde 1934 in Neumark im Böhmerwald, im heutigen Tschechien geboren. Kriegsende 1945, als die Fronten sich verschoben, die amerikanischen Besatzer sich aus dem Böhmerwald zurückgezogen hatten, rückten die Tschechen nach. Die Familie lebte noch ein Jahr unter der Herrschaft der Tschechen, bis die Mutter von Walburga Buchmeier eine wichtige Entscheidung für die Zukunft der jungen Familie traf. Enteignet und ohne Aussicht auf die Versorgung mit Lebensmitteln, entschied sie sich am 6. April 1946, zusammen mit ihren beiden Kindern (zwei Mädchen) und der Großmutter zur Flucht nach Deutschland. Über Furth im Wald ging die Fahrt in einem Viehwaggon bis nach Lohhof.

Durch Verwandte in München kam der Kontakt über die Brennerei auf „Gut Hollern I“ zustande, wo die Ehrenbürgerin bis heute in ihrem sehr idyllisch gelegenen Häuschen auf „Gut Hollern I“ lebt. Ihr Abitur machte sie damals im Angerkloster in München und wurde über ihre Mathematiklehrerin an Professor Labus in die Entwicklungsabteilung der Firma Siemens empfohlen, wo Sie zur technisch-wissenschaftlichen Assistentin ausgebildet wurde und über viele Jahre auch als solche dort arbeitete.

Zusammen mit ihrem bereits verstorbenen Mann hat Walburga Buchmeier drei Kinder (eine Tochter und zwei Söhne) und inzwischen 4 wunderbare Enkelkinder (drei Mädchen und ein Junge), die im Leben der Mittsiebzigerin eine wichtige Rolle spielen. Buchmeier ist stolz auf ihre große Familie, aus der sie die Kraft für ihre Aktivitäten erhält und welche die Grundlage ihres Lebens ist.

Die Aktivitäten Buchmeiers bestanden und bestehen noch heute aus vielen Reisen die mit phantastischen Zielen verbunden sind und von denen sie mit größter Begeisterung sehr schön erzählen kann. Buchmeier liebt heilige Berge und hat auch schon einige besucht und umrundet. So war sie u.a. auf dem Kilimandscharo in Afrika. Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas mit stolzen 5.895 Metern. Damit gehört der Kilimandscharo zu den 7 Summits, also den höchsten Bergen der 7 Erdkontinente. Der Kilimandscharo liegt in Tansania an der Grenze zu Kenia. Besonders stolz ist Buchmeier auf die Umwanderung des heiligen Bergs Mt. Kailash in West Tibet. Die unendliche, unbeschreibliche Weite Tibets, die atemberaubende Farbenvielfalt der Steinwüsten, die Bergfaltungen, Formen, Hügel, Seen, die tiefe, fast greifbare Nähe des Himmels, die unendliche Vielzahl von Sternen in den klaren Nächten, ja das hat es ihr angetan. Auch den in Mode gekommenen Camino de Santiago oder besser bekannt als der „Jakobsweg“ ist sie schon gewandert, vor Hape Kerkeling und anderen Stars, die diesen en Vogue gemacht haben. Bis zu 28 km täglicher Fußmarsch über mehr als 4 Wochen, und das ganz alleine von Südfrankreich aus über die Pyrenäen durch die Städte Pamplona, Puente la Reina, Burgos, Leon, Ponferrada bis zum Ziel der Pilgerträume, „Santiago de Compostela“ in Nordspanien. Das erfordert nicht nur eine gehörige Portion an Willenskraft, sondern auch das Durchhaltevermögen in sehr starker und ausgeprägter Weise.

Das alles sind unveränderbare und bleibende Werte, die sie niemals in ihrem Leben missen möchte. Und so nebenbei, war sie noch ehrenamtlich aktiv. Drei Jahre war sie für die CSU im Gemeinderat in Eching vertreten, dazu noch Mitglied im Pfarrgemeinderat und Sprecherin des Sozialausschusses der Kirche. Aber das längste ihrer Ämter bekam sie vor 33 Jahren, als sie von der damaligen Vorsitzenden des „Echinger-Forum“, Frau Irene Hegenauer, angesprochen wurde, ob sie nicht über Hollern etwas schreiben möchte! Das hat Walburga Buchmeier dann auch getan! Sie wurde durch ihr Engagement bereits nach zwei Jahren die 2. Vorsitzende und nach weiteren 3 Jahren „ohne dies vorher zu wissen“ für 21 Jahre die 1. Vorsitzende und parallel für 12 Jahre auch noch die Zeitungskreisleiterin (Redakteurin) des Vereins.

Ein Amt, das vor allem mit der damaligen Technik zur Knochenarbeit und vor allem „NACHT“-arbeit wurde. Walburga Buchmeier und weitere fünf Mitglieder des Zeitungskreises erhielten für diese Knochenarbeit am 4. Oktober 2000 "in Würdigung langjähriger hervorragender Verdienste" das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern".

Und 2010 konnte man dann in der Presse des Landkreises Freising lesen: Walburga Buchmeier, sie hat sich in besonderer Weise um die Gemeinde Eching verdient gemacht. In dankbarer Anerkennung und Würdigung ihrer großen Verdienste um die Gemeinde hat ihr deshalb der Gemeinderat von Eching, die EHRENBÜRGERWÜRDE am 27. Juli 2010 durch B‚ürgermeister Josef Riemensberger verliehen. So stand es in der Urkunde schwarz auf weiß und wurde durch Echings Bürgermeister in sehr feierlichem Rahmen im Bürgerhaus Eching vorgetragen. Eine Laudatio, die nicht mehr enden wollte. Ein Bericht über eine Frau, die für andere Menschen viel, ja sogar sehr viel getan hat.

Auf die Frage hin, was ihr denn an sich selbst am besten gefalle, kam die spontane Antwort, „mein Wissensdurst, das stetige Streben nach Erkenntnis“. So verwundert es auch nicht, dass Walburga Buchmeier noch einen unerfüllten Traum hat. Sie möchte trotz ihrer 76 Jahre noch die Pyrenäen von Nord nach Süd durchwandern, sich auf die Spuren der Katharer begeben. Sie möchte das Land und die Städte besuchen, wo die Katharer gelebt, sich verteidigt und letztendlich ermordet worden sind. Ein trauriges Kapitel in der Kirchengeschichte, für die sich Buchmeier sehr interessiert.

Wir freuen uns jedenfalls sehr über eine solche aktive und unternehmungslustige Ehrenbürgerin hier in unserer Gemeinde und wünschen Walburga Buchmeier, der neuen Ehrenbürgerin von Eching, die Kraft und die Möglichkeit, sich diesen Traum noch zu erfüllen. Wir sind sicher, hier in Zukunft noch einiges zu erfahren.

Hier die Interview´s als Film. Viel Spaß beim schauen.


Teil 1


Teil 2

Filmbeitrag & Schnitt: Teil 1 & 2 Günter Zillgitt


U. Wilms / In Eching sind rund 13 700 Menschen beheimatet – und ein jeder ist interessant und einzigartig . Einige davon –„Leute wie du und ich“, werden wir demnächst in loser Folge unter der neuen Rubrik „Echinger Köpfe“ vorstellen. In erster Linie haben wir dabei an Bürger/innen gedacht, deren Beruf, Talent, Engagement, Lebensumstände oder beispielsweise auch sportliches, handwerkliches und künstlerisches Hobby etwas besonderes, erstaunliches oder vorbildliches darstellen – nicht selten, ohne dass die Öffentlichkeit davon überhaupt Kenntnis (genommen) hat. „Das habe ich gar nicht gewusst“ wird der eine oder andere Leser des Echinger Forums zukünftig feststellen, wenn er einen Nachbarn, Bekannten oder Vereinskameraden im Forum portraitiert findet: Viele außergewöhnliche Leistungen spielen sich im Verborgenen ab oder finden nur „andernorts“ Aufmerksamkeit – und Anerkennung Lassen Sie sich also überraschen und freuen Sie sich im Echinger Forum auf Begegnungen mit vielen tollen Persönlichkeiten.


Helga Fuchs, Kleindarstellerin ganz groß

U. Wilms / Sie hat als Staatsanwältin und als Küchenhilfe gearbeitet, war Nonne, Stadtstreicherin und Grande Dame: die Rede ist von der Echingerin Helga Fuchs, die sich mit Leib und Seele der Schauspielerei verschrieben hat – als Komparsin und Kleindarstellerin. Es dürfte in Deutschland kaum einen Fernsehzuschauer oder Kinobesucher geben, der Helga Fuchs nicht in irgendeiner ihrer zahlreichen Klein- und Minirollen gesehen hat: Im „Bullen von Tölz“ oder „Marienhof“ beispielsweise, an vielerlei Krimi- Tatorten einschließlich „Siska“, „SoKo 5113“ den „Rosenheim-Cops“, beim „Mord in bester Gesellschaft“ , im „Sturm der Liebe“ , neben „Erkan und Stefan“ oder im „Cafe Meineid“. Kennen oder erkennen muss man sie freilich nicht: sie bildet zusammen mit vielen anderen Komparsen den lebendigen Hintergrund und die notwendige „menschliche Kulisse“ eines jeden Fernseh- oder Kinofilms. Dafür kennt Helga Fuchs aber vom Set namhafte Schauspieler und Regisseure, unter vielen anderen VIPs Ottfried Fischer und Ruth Drexel, Uschi Glas, Verona Pooth, Fritz Wepper, Bulli Herwig oder Peter Weck. Sie hat zudem auch in dem einen oder anderen Werbe-Spot mitgewirkt und in einer Rundfunk-Reklame. Zu Gute kam ihr, dass sie bereits in jungen Jahren als Model Erfahrungen sammeln und in die Filmund Medienbranche hereinschnuppern konnte, für die sie, zugegebenermaßen, von klein auf ein besonderes Faible hatte: die gelernte Bürokauffrau stand als Schreibkraft bei den „Warner Brothers“ unter Vertrag. Ihre Karriere als Kleindarstellerin begann allerdings erst später. 1995 machte eine gute Freundin die junge Mutter darauf aufmerksam, dass für eine Bruno -Jonas -Produktion Komparsen gesuchte würden. Helga Fuchs wurde genommen und hatte fortan ein erfüllendes Hobby. Seit rund 15 Jahren also absolviert die ambitionierte Kleindarstellerin als Kleinverdienerin bis zu 40 Drehs pro Jahr. Mehr rentiert sich nicht – aus steuerlichen Gründen: „Reich werden kann man nicht“ betont sie. Als Beruf und Broterwerb lohnt die Komparserie also definitiv nicht. Lediglich ein Taschengeld bringt sie ein – und eine lohnende Liebhaberei, die Helga Fuchs nicht missen möchte. Da spielt dann auch Ehemann Leonhard mit beim besonderen Hobby seiner Frau, ihrem „Spleen“, wie sie selbstkritisch und mit einem Schmunzeln zugibt. „Ich spiele alles, und für mein Leben gern“ – so Originalton Helga Fuchs, die mit gut moduliertem bayerischen Zungenschlag frei von der Leber weg interessant , lebhaft und anschaulich zu erzählen weiß: Sie mimt die Mutter eines Spanners oder verkörpert die Rolle der biederen Frau Brandstetter in „Dahoam ist Dahoam“. Sie gibt die verstorbene Ministerpräsidenten-Gattin Marianne Strauß ebenso überzeugend wie die Türkin Ayshe und ist nicht auf ein bestimmtes Profil festgelegt, sondern sehr wandlungsfähig: „ Ich übernehme nicht nur schöne Rollen“ sagt sie – und freut sich königlich, wenn es dann Lob aus berufenem Munde gibt: Mittlerweile ist sie nicht mehr ausschließlich als Komparsin im Einsatz, sondern erhält seit zwei Jahren auch zusätzliche Engagements als Komparsenbetreuerin. Da ist sie von der Einweisung über den richtigen Einsatz bis zur Auszahlung verantwortlich – eine Herausforderung, die sie gerne wahrnimmt. Und eines ist ganz gewiss: Helga Fuchs freut sich auf jede neue Rolle in der Welt der bunten und bewegten Bilder. Ihr persönliches Resümee: „Es wird niemals langweilig“.

Helga Fuchs Foto

Susi Salomon, 1. Geige

Andrea Schlegl / Seit Anfang 2007 gibt es das Streicherquartett Gaudi Quattro. Das sind vier junge Damen, die sich unter Federführung von Susi Salomon (1. Geige) aus Eching zusammengetan haben. Sie verbindet nicht nur die Susi Salomon, 1. Geigegemeinsame Schulzeit, sondern auch die Liebe zur Musik. Und so gehören zu ihrem Repertoire Stücke aus Klassik, Jazz, Rock und Pop. Eines der erklärten Ziele des Quartetts ist laut Susi Salomon, „vor allem jungen Leuten zu zeigen, dass die musikalische Welt nicht nur aus dem besteht, was in den Top 40-Radiosendern gespielt wird“. Für ihren „unkonventionellen Umgang mit Musik“ wurden die vier Damen im April dieses Jahres mit dem Tassilo-Preis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet. Vorangegangen war ihre so genannte Guerilla-Aktion in der Vorweihnachtszeit 2007 in Freising, als das Quartett verschiedene Cafés, Läden und Banken „überfiel“ und spontane kleine Streichkonzerte gab. „Das Preisgeld von 500 € haben wir im Prinzip komplett für Noten ausgegeben“, so Susi. 2008 spielte Gaudi Quattro bei der Eröffnungsfeier vom Rockmuseum in München, im Lindenkeller und im Kardinal Döpfner -Haus in Freising, sowie bei vielen weiteren Anlässen. Gerade erst begleiteten sie wunderschön für Ohr und Auge den Sonntagsbrunch im Café Schlüter in Freising. Gemanagt wird das Quartett von Farmlands - musicproductions & publishing in Gaudi Quattro life im Café Schlüter am 7.12.08 (Foto A.Attaching und ist auch für Feiern und andere Anlässe buchbar (www.farmlands.de oder www.myspace.com/gaudiquattro). Trotz aller Leidenschaft könne das Musizieren einstweilen nur Hobby bleiben, sagt Susi, da nach ihrem diesjährigen Abi erstmal eine Berufsausbildung anstehe. Allerdings nimmt sie weiterhin, wie während ihrer Zeit am Camerloher Gymnasium, wo sie die 1. Geige im Schulorchester spielte, immer wieder bei ihrer Echinger Geigenlehrerin Birgit Georgi Unterricht, die ein großes Vorbild für Susi war und ist.

 
 
 
Gaudi Quattro life im Café Schlüter am 7.12.08
(Foto A. Schlegl)

Heidi Bittermann – ein Naturtalent

Andrea Schlegl /„Ich habe schon immer gemalt. Schon als Kind war mir das ein Bedürfnis“, sagt Heidi Bittermann. Die Echinger Künstlerin ist eine Vertreterin der traditionellen Hinterglasmalerei mit einem großen Interessentenkreis in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien und den USA. Die Technik der Hinterglasmalerei perfektionierte sie in Lehrgängen bei einschlägigen Künstlern. Und diese ist ganz schön kompliziert: das Bild wird erstens spiegelverkehrt und zweitens von vorne nach hinten gemalt, Schicht für Schicht, jede Schicht muss einzeln trocknen. Ursprünglich wollte sie Modezeichnerin werden, unbedingt. Aber die Eltern wünschten für ihre Tochter einen „g’scheiten“ Beruf. Also wurde die geborene Schwabingerin Kontoristin bei Siemens. Sie malt bis heute Heidi Bittermann Eching bei Freisinggerne Münchener Motive. Auch Heiligenbilder gehören zu ihren Spezialitäten. Obwohl sie evangelisch ist, besucht sie lieber katholische Kirchen, „aus künstlerischem Interesse“, wie sie sagt. Eines ihrer ersten Heiligenbilder hängt geweiht in der Theresienkapelle bei Günzenhausen. Ein ganz besonderes Heiligenbild, das des Heiligen Benedikt, schenkte sie bei ihrer Romreise Papst Benedikt XVI.. Der Heilige Vater bedankte sich wenig später schriftlich bei Heidi Bittermann dafür. „Das war schon was ganz besonderes für mich!“, sagt sie. Bereits als Kind nahm sie an diversen Malwettbewerben und Preisausschreiben teil, so auch unter anderem an dem vom Münchner Merkur ausgelobten Schülermalwettbewerb anlässlich des 800jährigen Stadtjubiläums der bayrischen Landeshauptstadt. Dafür erhielt sie eine Medaille – und diese bis heute in hohen Ehren. Im Mai diesen Jahres würdigte der Merkur die ambitionierte Hobby-Malerin anlässlich des 850-jährigen Münchener Stadtjubiläums mit einem großen Künstlerportrait und erinnerte natürlich auch an die Merkur-Medaille. Nach der Familiengründung gab Heid Bittermann ihren Beruf auf und konnte sich mit zunehmendem Alter der Kinder immer mehr ihrer Kunst widmen. Und sie ist fleißig: über 1000 Bilder hat sie gemalt, jedes dauert bis zu vier Wochen, ehe es fertig ist, oft malt sie an mehreren gleichzeitig. In München ist Bittermann Mitglied in zwei Künstlerkreisen. Auch dort hat man sie ausgezeichnet, 1994, mit der Katakomben-Plakette. Stolz ist sie auf ihre Erfolge aus diversen Ausstellungserfolgen, die sie im Laufe der Jahre in ganz Bayern organisiert hat, zuletzt in München-Obermenzing. Auch in Eching waren ihre Hinterglasbilder – überwiegend mit heimischen Motiven – in zwei Einzelausstellungen zu sehen: 2001 im Bürgerhaus und 2005 im Alten- und Servicezentrum. Auch spezielle Kundenwünsche setzt Heidi Bittermann um, von Tierportraits über Heiligenbilder und Bilder von bestimmten Anwesen, Kapellen und dergleichen.

 

Bei Interesse wenden Sie sich an das Atelier für Hinterglasmalerei , Schleißheimerstr. 45a, Eching, Tel.: 089/3191503.


Bruno Blum – neunmaliger Olympia-Teilnehmer

U. Wilms / In Eching wohnt mit Bruno Blum ein Olympiateilnehmer, der von 1972 bis 2008 an insgesamt neun Olympiaden aktiv und „hautnah“ teilgenommen hat – nicht als Sportler, sondern als Sportphysiotherapeut und Masseur der deutschen Schwimm-Olympiamannschaft. Das ist ebenfalls „olympischer Rekord“. „Es gibt in Deutschland keinen, der so lange in einem Nationalteam als Sportphysiotherapeut tätig war“ so der 68 Jährige, der sich mit Joggen und Inlineskaten fit hält - eine wichtige Grundvoraussetzung für die Ausübung seines körperlich anstrengenden Berufes, über den er sagt: „Ich lebe von meinen Händen.“ Angefangen hat alles bei der Olympiade 1972 in München, bei der Blum auf die nachdrückliche Bitte von sechs Schwimmern aus dem damaligen Olympiateam, die er regelmäßig in seiner Praxis in Oberschleißheim behandelte, erstmals eine Akkreditierung erhielt. Chronologisch folgten Montreal 76, (Moskau 80 fand wegen des Boykotts ohne deutsche Beteiligung statt), Los Angeles 84, Seoul 88, Barcelona 92, Atlanta 96 , die Jahrhundertspiele in Sydney 2000, Athen 2004 und nun noch ganz frisch die spektakulären Olympischen Spiele in Peking. Dort legte Blum unter anderem bei Goldfisch Britta Steffen, Antje Buschschulte, Anne Poleska und Finalist Paul Biedermann „Hand an“. Sein Arbeitsplatz im Wasserwürfel von Peking befand sich am Rand des Ausschwimmbeckens, das von den medizinischen Abteilungen aus aller Welt umrahmt wurde. Im Regelfall erhalten die Athleten rund eine Stunde vor Wettkampfbeginn eine viertelstündige Lockerungsmassage. Besonders nach den Wettkämpfen sind die Dienste der Physiotherapeuten für eine Regenerationsmassage gefragt, so dass ein gewöhnlicher Olympiatag je nach Wettkampfplan von morgens um sechs Uhr bis zum späten Abend dauern kann. Über das Gastgeberland China weiß Bruno Blum „nur Positives“ zu berichten: Alles sei hervorragend organisiert, die Menschen freundlich und hilfsbereit und die Unterkünfte und das olympische Dorf noch bei keiner vorausgegangenen Olympiade so schön, großzügig und komfortabel angelegt. Seine Olympia-Karriere ist nun ebenso abgeschlossen wie seine 28jährige Lehrtätigkeit innerhalb des DOSB (Deutscher olympischer Sportbund). Aufs Altenteil zieht sich Blum noch lange nicht zurück: an der von ihm ins Leben gerufenen staatlich anerkannten Berufsfachschule für Masseure in München unterrichtet er auch weiterhin. Unverändert setzt er seine Verbandsarbeit als Vorsitzender des Verbandes Physikalische Therapie fort, ist dabei unter anderem für die Herausgabe der gleichnamigen monatlichen Fachzeitschrift verantwortlich. Im Privatleben ist Bruno Blum Vater dreier Bruno Blum Eching bei Freising erwachsener Kinder und dreier Enkelkinder. Mit seiner Frau Elisabeth wohnt er seit 1973 in Eching. Beide engagieren sich in der evangelischen Kirchengemeinde, wo Blum als Prädikant (=Laienprediger) Gottesdienste hält, ebenso wie in Neufahrn und am Münchener Flughafen, wenn es seine Zeit erlaubt.

 

In Peking gab es für Bruno Blum einen sehr bewegenden Abschied von seiner olympischen Mission und Profession. Seine Schwimmer/innen, u.v.a. auch Britta Steffen und Franziska van Almsieck, bereiteten ihm eine Riesenfreude mit einem wundervollen Geschenk von bleibendem Wert: Mit persönlichen und herzlichen Widmungen und Briefen, Fotos und sogar eigenen Zeichnungen gestalteten die Spitzensportler/innen, für die Bruno Blum stets auch ein Wegbegleiter und vertrauensvoller Ansprechpartner gewesen ist, ein Erinnerungsalbum seiner olympischen Jahre 1972-2008. (Foto: U. Wilms)

 

 

 

 

 

 

 
   

 

 

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